Skate-Revival am Oberalppass

Nach zwei Jahren Pause konnten wir endlich wieder den Oberalppass skaten. 2024 hatte uns der Dauerregen einen Strich durch die Rechnung gemacht, und auch dieses Jahr sah es anfangs nicht besser aus. Der starke Schneefall am Donnerstag vor Ostern sorgte für Unsicherheit. Doch dann kam der Wetterumschwung und mit ihm unsere Chance.

Traditionell ist der Pass rund um Ostern zwar noch für Autos gesperrt, aber schon vom Schnee befreit. Genau dieses kurze Zeitfenster nutzen Skater seit Jahrzehnten: Mit dem Zug hochfahren und mit dem Longboard runtersausen.

Ziemlich spontan am Dienstagnachmittag abgemacht, trafen sich Nik, Dominik und Ronny am nächsten Morgen um 7.00 Uhr und machten sich mit dem Auto auf den Weg nach Andermatt. Die Stimmung war trotz der frühen Stunde schon super. In Andermatt stiess Nevio zu uns, ein Downhill-Skater aus dem Tessin, der auch beim Gioasteka San Bernardino mitverantwortlich ist.

Da die Urner Seite bereits teilweise für den Verkehr freigegeben war, fuhren wir auf der Bündner Seite des Passes. Fünf intensive Runs standen an und zum Schluss gab es noch eine Bonus-Abfahrt bis nach Andermatt.

Ein Highligt war Dominiks Bauchtäschli, an das sein Mami einen zusätzlichen Gurt genäht hat, seither verrutscht es beim Skaten überhaupt nicht mehr. Und natürlich die Strecke selbst: schnell, abwechslungsreich, schön breit und mit top Asphalt.

Ronny war direkt wieder im Racing-Modus unterwegs und bestätigte seinen persönlichen Top-Speed-Rekord von 82 km/h und das nach nur wenigen Trainingssessions im Vorfeld. Nik genoss das Freeriden in vollen Zügen, ein bunter Mix aus Carving, schnellen und langsameren Standup-Slides, und zwischendurch legte er auch wieder ein paar saubere Handsdown-Slides hin. Dominik hingegen arbeitete gezielt am No-Paws-Down-Style, also racen ohne Bodenkontakt mit den Händen.

Am Nachmittag wurde das Wetter instabil, und die Beine schwerer. Die Zeit für den Besuch bei Chris in seinem Café/Skishop. Chris ist selbst leidenschaftlicher Longboarder und Gründer von Empty Roads, einer Skater-Community, die in Luzern zwischen Streetsurfclub 2.0 und 3.0 entstand.

Fazit: Der erste richtige Skate-Day der Saison hätte kaum besser sein können. Gute Crew, spontane Action und starke Runs!